Empfehlungen
Einige Empfehlungen für Patientinnen, so wie sie heute allgemein von den wissen- schaftlichen Gesellschaften der Frauenärzte und der Radiologen herausgegeben werden
Frauen sollten sich ab 40 Jahren einer regelmäßigen mammographischen Untersuchung der Brust unterziehen. Es hat sich als sinnvoll herausgestellt, diese Untersuchungen 1 1/2-jährlich durchzuführen. Im Einzelfall wird Ihnen Ihr Radiologe eine hiervon abweichende Empfehlung geben, was mit konkreten Besonderheiten (z.B. unklarer Befund in der Mammographie) zusammenhängt.
Bestimmte Frauen unterliegen einem erhöhten Krebsrisiko: Hierzu zählen in erster Linie Frauen, in deren enger Verwandtschaft (Verwandtschaft 1. Grades) eine Brustkrebserkrankung aufgetreten ist. Dies betrifft also vor allen Dingen die Mutter bzw. Geschwister. Dabei ist es auch wichtig, in welchem Alter diese Erkrankung sich entwickelt hat. Je früher dies bei Verwandten der Fall ist, desto höher ist das Risiko für die Patientin einzuschätzen. Ist es jedoch ein hohes Alter, z. B. 70 Jahre und älter, ist das Risiko weniger schwerwiegend.
Patientinnen die wissen, dass sie ein familiäres Krebsrisiko haben, sollten mit ihrem Frauenarzt hierüber sprechen und ggf. entscheiden, ob ein anderer Rhythmus im Rahmen der Vorsorge und Krebsfrüherkennung erforderlich ist als oben dargelegt.
Weitere Risiken
Es gibt weitere Risiken. Langjährige Hormoneinnahme, dies gilt insbesondere für Frauen, die nach dem Einsetzen des Klimakteriums Östrogene einnehmen.
Frühzeitiges Einsetzen der Regelblutung bzw. sehr spätes Ausbleiben der Regelblutung. Hiermit ist gemeint, dass Frauen, die z. B. im Alter von 10 oder 1 1 Jahren bereits das Einsetzen der Regelblutung feststellten, ein etwas höheres Krebsrisiko haben als Frauen, bei denen die Regelblutung erst mit 14 oder 15 Jahren aufgetreten ist. Zum anderen ist bei Frauen, die erst sehr spät ein Aussetzen der Regelblutung feststellen, ebenfalls ein etwas höheres Krebsrisiko anzusetzen. Adipositas. Frauen mit erheblichem Übergewicht haben erwiesenermaßen ein etwas höheres Krebsrisiko.
Frauen, die nicht gestillt haben. Somit stellt das Stillen einen gewissen Schutz bei der Gefahr einer Brustkrebsentwicklung dar.
Sprechen Sie bitte über weitere Probleme, insbesondere auch über Fragen, die mit Ihrer Situation zusammenhängen, mit Ihrem Frauenarzt. Scheuen Sie sich in diesem Zusammenhang nicht, alle Dinge anzusprechen, die Ihnen auf dem Herzen liegen.
Selbstverständlich stehen auch wir Ihnen jederzeit für einen Ratschlag zur Verfügung.



