Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin ist ein spezielles bildgebendes Verfahren, das insbesondere für Untersuchungen des Gehirns, der Schilddrüse und der Nieren eingesetzt wird. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Einsatzgebiete wie Herz- (Myokard), Lungen- oder auch Skelettszintigraphie.

Mit Hilfe schwach radioaktiver Substanzen können Stoffwechselvorgänge beurteilt und Störungsprozesse im Körper frühzeitig diagnostiziert werden und somit eine schnelle Weiterbehandlung stattfinden.

Häufig lösen Worte wie „Nuklearmedizin“ oder „radioaktive Substanzen“ Ängste aus. Sie müssen keine Angst vor schädlicher Strahlung haben! Die eingesetzte Strahlendosis ist sehr gering und stellt für den Körper keinerlei Belastung dar.

Die Demenzerkrankung ist charakterisiert durch eine chronische und zumeist progressive Fehlfunktion des Gehirns. Eine Verschlechterung von Gedächtnis und anderer kognitiver Funktionen führen zu begleitenden psychopathologischen Auffälligkeiten und erheblichen Beeinträchtigungen im Alltagsleben der betroffenen Patienten.

Ursächlich führend ist die Alzheimer-Demenz (AD) – ca. 50–70% aller dementiellen Syndrome gehen zu Lasten dieser Erkrankung. Es folgt an Häufigkeit die Frontotemporale Demenz (FTD). Derzeit sind in Deutschland ca. 700.000 Krankheitsfälle auf die AD zurückzuführen. Aufgrund der demographischen Entwicklung ist in den nächsten Jahrzehnten mit weitaus höheren Zahlen zu rechnen. Pathogenetisch spielen charakteristisch verteilte Ablagerungen von ?-Amyloid extrazellulär sowie intrazellulär von Tau-Proteinen eine entscheidende Rolle (präklinische Phase). Diese Veränderungen führen zum Absterben von Nervenzellen.

Der leichten kognitiven Beeinträchtigung (mildes kognitives Defizit – „MCI“ – auch andere Ursachen sind möglich!) folgt die eigentliche Erkrankung mit entsprechenden morphologischen Veränderungen im späteren Verlauf (z.B. Hypotrophien/Atrophien).

Die beschriebene zeitliche Abfolge verdeutlicht den Stellenwert funktioneller diagnostischer Verfahren (PET) hinsichtlich der Frühdiagnostik. Bereits in der präklinischen Phase – Jahre vor Entwicklung der eigentlichen dementiellen Symptome – werden in der PET auf Basis markierter charakteristischer Amyloidablagerungen zerebral (Amyloid-PET) oder des konsekutiv beeinträchtigten Zuckerstoffwechsels der Nervenzellen in diesen Lokalisationen (FDG-PET!) Auffälligkeiten deutlich, deren klinisches Korrelat erst oft Jahre später mit der Entwicklung einer MCI bzw. AD auftritt.

Die in der Kernspintomografie (MRT) dokumentierbare Hypo- bzw. Atrophie kortikaler Regionen insbesondere tempoporal und hippocampal ist somit die mittelbare Folge eines lokoregionären Unterganges der Nervenzellen, dem eine Beeinträchtigung des Energie- bzw. Zuckerstoffwechsels betroffener Nervenzellen, insbesondere auch die deutlich verstärkte Ablagerung der Amyloid-Proteine zeitlich deutlich (über Jahre) vorausgeht.

Während also die Stärke der MRT im Ausschluss morphologischer Demenzursachen wie Normaldruckhydrozephalus, vaskulärer oder tumoröser Pathologien liegt, so ungeeignet ist sie im Vergleich zur Frühdiagnostik einer AD, bzw. Differenzierung neurodegenerativer Demenzerkrankungen.

Hier ist die PET-CT mit folgenden Indikationen klar im Vorteil: zur frühzeitigen Diagnose einer AD, bzw. Ausschluss einer Demenz (Sens. 92%, Spez. 99%; Döbert et al 2005 Dement. Geriatr. Cogn. disorders; 20; 63–70) zur Differentialdiagnose von Demenzerkrankungen (Spez. > 95%; Panegyres et al 2009, BMC Neurol; 9; 41) zur Prognose hinsichtlich einer Zunahme kognitiver Defizite über die kommenden Jahre (Silverman et al; 2001, JAM; 286; 2120–2127)

Auch wenn in Deutschland im fachärztlich niedergelassenen Bereich bislang größtenteils nur die FDG-PET als funktionelles bildgebendes diagnostisches Mittel zur Anwendung kommt, so ist sie – insbesondere in Verbindung mit einer morphologischen Untersuchung des Kopfes (CT/MRT) als Basisuntersuchung – das derzeit sensitivste bildgebende Verfahren, um eine AD oder anderweitige neurodegenerative Demenzformen abzuklären.

  Der verbreitete Einsatz der Amyloid-PET zur flächendeckenden diagnostischen Anwendung ist in Deutschland bereits Ende diesen Jahres avisiert.

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