Positronen-Emissions-Tomographie und Computertomographie

(PET-CT)

Diese Untersuchung finden Sie an folgenden Standorten: Dortmund-Hörde

Die Positronen-Emissions-Tomographie ist ein hochauflösendes bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Schnittbilder vom ganzen Menschen erzeugt, indem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz (meist Zuckermoleküle) im Organismus sichtbar macht und damit biochemische und physiologische Funktionen abbildet.

Im Gegensatz zu den üblichen bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, Röntgen oder Kernspin-Untersuchungen, die etwas über die Struktur von Organen aussagen, stellen alle nuklearmedizinischen Verfahren (Szintigraphie, PET) eine bestimmte Funktion von Gewebe und Zellen dar und sind sogar in der Lage, durch die kombinierte zeitgleiche Bildgebung mit der Computertomographie (CT) in einer einzigen Untersuchung die Ergebnisse zu vergleichen bzw. die Bilderserien der unterschiedlichen Abbildungsverfahren zu fusionieren. Es erschließt sich dem untersuchenden Arzt somit eine deutlich genauere Befundung dadurch, dass er nicht nur das Vorhandensein krankhaft veränderter Körperfunktionen aufdecken, sondern diese auch räumlich anatomisch den Organen im Körper zuordnen kann.

Positronenstrahler sind radioaktive Substanzen, die bei ihrem Zerfall positiv-geladene Teilchen freisetzen, sogenannte Positronen. Diese verbinden sich mit einem Elektron der Umgebung und wandeln sich in zwei energiereiche Lichtblitze (Gammateilchen) um.

Durch die Überlagerung zahlreicher dieser Linien und unter Zuhilfenahme des gleichzeitig angefertigten Computertomogrammes (CT) errechnet ein Computer ein komplexes Verteilungsbild der radioaktiv markierten Substanz im Körper des Patienten unter Miteinbeziehung auch der anatomischen Strukturen.

Das Messprinzip der PET führt zu einer ca. 100-fach höheren Empfindlichkeit und einer deutlich besseren Auflösung im Vergleich zu anderen nuklearmedizinischen Verfahren.

Auch können so 1000-fach geringere Stoffmengen gemessen werden, als vergleichsweise moderne MRT-Geräte erfassen.

Die im PET-CT eingesetzten Substanzen sind Stoffe, die meist in ähnlicher Form im Körper vorkommen und deren Verteilung oder Verbrauch auf diese Weise sichtbar gemacht werden kann, wie z.B. die Verstoffwechselung von Fett oder Zucker oder Eiweißbestandteilen. Zudem werden diese radioaktiven Substanzen im Körper weitgehend und schnell in nicht-radioaktive Stoffe umgesetzt, bzw. ausgeschieden und zeigen deshalb keine Beeinträchtigungen. Wie bei der Szintigraphie sind auch aufgrund der geringen Mengenverhältnisse keinerlei Nebenwirkungen zu erwarten.

Der Patient sollte nüchtern zur Untersuchung kommen, darf aber unbegrenzt Wasser (oder zuckerfreie Getränke) im Vorfeld zu sich nehmen. Die Einnahme von regelmäßigen Medikamenten (Blutdruck, Herz etc.) kann meistens ganz normal erfolgen (bitte ggf. Rücksprache). Informationen über einen bestehenden Diabetes (Zuckererkrankung) oder andere Stoffwechselerkrankungen sollten im ärztlichen Vorgespräch wie auch Werte hinsichtlich der Schilddrüsen- und Nierenfunktion (TSH, Kreatinin) und ggf. vorhandene Kontrastmittelallergien mitgeteilt werden.

Ebenso wichtig ist es, dass die Krankheitsdaten/ärztliche Dokumente (ggf. Tumorart und -ort, OP, stattgehabte Chemotherapie und Strahlentherapie etc., Befunde) dem Arzt vorliegen.

Die radioaktiv markierte Substanz wird über eine kleine Kanüle intravenös injiziert und mit 0.5-1l Kochsalzlösung nachgespült. Des Weiteren bekommt der Patient je nach Fragestellung zeitgleich ein Entwässerungsmittel sowie ein Medikament zur Entspannung verabreicht. Danach sollte er in einem separaten, abgedunkelten Raum etwa 1/2-1 Stunde entspannt liegen (Anreicherungsphase). Anschließend erfolgt die Körper- (ggf. Gehirn)-messung einschließlich der Computertomographie, je nach Fragestellung eine Kontrastmittelgabe.

Nach Abschluss der Untersuchungen können die Patienten direkt nach Hause gehen, der Arzt wertet die Untersuchung in der Regel am gleichen Nachmittag aus.

Noch ca. 1-2 Stunden nach Gabe eines Entspannungsmittels besteht eine Einschränkung hinsichtlich der Bedienung von Maschinen, somit auch der Fahrtauglichkeit!

Weitere Vorsichtsmaßnahmen sind (durch den schnellen Abbau der radioaktiven Substanz) nicht zu treffen.

Wie bei jeder nuklearmedizinischen Untersuchung kommt es bei der PET-CT zu einer Strahlenbelastung vergleichbar der Computertomographie.

Positronenstrahler, wie sie bei uns im PET-CT eingesetzt werden, haben nur sehr kurze Verweildauern im Körper (wenige Stunden). Außerdem wird ca. 1/3 der Aktivität in der ersten Stunde mit dem Urin ausgeschieden. Da schon nach wenigen Halbwertszeiten praktisch alle Radioaktivität zerfallen ist, endet die Strahlenbelastung lange bevor die Substanz selbst aus dem Körper ausgeschieden ist.
Ein anderer Vorteil der PET-CT ist der Umstand, dass die Substanz aktiv vom Zielgewebe (Tumor, Herz, Gehirn) aufgenommen wird, sich also vorwiegend in den Zielgeweben anreichert (ähnlich wie das Jod in der Schilddrüse).

Die Strahlenbelastung liegt insgesamt bei ca. 5-8 mSv. Im Vergleich dazu liegt die Strahlenbelastung einer Knochenszintigraphie bei 4-6 mSv und einer Computertomographie des Bauchraums mit Kontrastmittel bei bis zu 20 mSv.

Die natürliche jährliche Strahlenbelastung (Weltraum- und Erdstrahlung) in Mitteleuropa liegt bei 2-4 mSv.

Die PET-CT kann allgemein Veränderungen im Stoffwechsel nachweisen. Dabei hat die Untersuchung insbesondere bei Fragestellungen des Gehirns (z.B. Demenzabklärung), des Herzens (narbige Veränderungen oder funktionserhaltenes Gewebe), der Krebsdiagnostik (vor allem Lunge und Prostata) und bei chronisch entzündlichen Veränderungen eine hohe klinische Relevanz.

Die PET-CT ist keine Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV), ist aber im Leistungskatalog der Privaten Krankenversicherungen (PKV) abgebildet und steht in vielen Fällen Privatpatienten offen. GKV-oder ersatzkassenversicherte Patienten müssen die Kosten der Untersuchung in Deutschland (anders als in vielen anderen europäischen Ländern) leider häufig selbst tragen. Ausnahmen sind Fragestellungen zu bösartigen Lungentumoren bzw. Lymphomerkrankungen.

Um Rücksprache wird gebeten, insbesondere wenn ein Kostenübernahmeantrag im Vorfeld durch das MVZ gestellt werden sollte.

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