Angiographie

(Gefäßdarstellung)

Diese Untersuchung finden Sie an folgenden Standorten: Dortmund-Innenstadt, Dortmund-Hörde, Castrop-Rauxel

Die Angiographie umfasst ver­schiedene Diagnose­verfahren zum Erkennen einer peripheren arteriellen Verschluss­krankheit der Extremitäten, im Volksmund auch Schaufenster­krankheit genannt. Mithilfe strahlungs­freier oder röntgenologischer Unter­suchungs­methoden werden die Gefäße bildhaft dargestellt.

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist die häufigste sichtbare Form der Arteriosklerose. Typisches Symptom ist eine schmerzbedingte Einschränkung der Gehstrecke mit häufigen Pausen. In fortgeschrittenen Stadien kommt es auch zu Ruheschmerz und schlecht abheilenden Wunden und Nekrosen; schlimmstenfalls kann sogar eine Amputation notwendig werden. Die wichtigsten Risikofaktoren sind: Bluthochdruck, Nikotin, Diabetes mellitus und ein erhöhter Cholesterinspiegel.

In den meisten Fällen wird die Verschlusskrankheit zunächst durch eine einfache körperliche Untersuchung mit Abtasten der Pulse und vor allem durch die Bestimmung des sogenannten Knöchel-Arm-Index diagnostiziert.

Zur genaueren Abklärung der Diagnose sind weitere Untersuchungsmethoden notwendig. Ergibt sich der Verdacht auf das Vorliegen einer arteriellen Verschlusskrankheit, kann in den meisten Fällen durch nicht-invasive Untersuchungsverfahren eine exakte Diagnose erstellt werden.

Folgende Verfahren werden in dem medizinischen Versorgungszentrum Prof. Dr. Uhlenbrock & Partner durchgeführt:

  • Doppler-/Duplex-Sonographie
  • CT-Angiographie
  • MR-Angiographie

In einigen Fällen kommt auch die invasive Katheterangiographie zum Einsatz.

Alle Gefäßeingriffe werden von einem eingespielten Team aus Ärzten und medizinisch-technischen Radiologieassistentinnen unter Leitung eines spezialisierten Radiologen mit langjähriger Erfahrung durchgeführt.

Die Doppler- und Duplexsonographie sind zwei sich ergänzende spezielle Ultraschallverfahren, welche völlig schmerz- und risikofrei sind, ohne großen Aufwand durchgeführt werden können und einen diagnostisch sicheren und wertvollen Einblick in die Durchblutungssituation der Arterien ermöglichen.

Bei der reinen Dopplersonographie wird der Blutfluss innerhalb der Blutgefäße beurteilt. Dabei können Stenosen ab ca. 40–50% erkannt und deren Ausmaß genau bestimmt werden.

Bei der Duplexsonographie beurteilt man den Verlauf der Blutgefäße, das Gefäßkaliber und die Beschaffenheit der Gefäßinnenschicht. Es ist möglich, die Wanddicke und auch arteriosklerotische Ablagerungen auszumessen, um eine direkte Vergleichsmöglichkeit bei weiteren Verlaufskontrollen zu haben.

Die Computertomographische Angiographie (CTA) ist ein bildgebendes, röntgenologisches Verfahren zur Darstellung von Blutgefäßen mit Hilfe der Computertomographie. Die CT-Angiographie basiert auf einer mehrschichtigen Darstellung. Die zu untersuchenden Gefäßregionen werden während schneller intravenöser Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels gescannt. Dabei ergibt sich eine Darstellung des Gefäßbaums in Schichten, aus denen mit Hilfe eines Computers eine 3-D-Darstellung (räumliche Darstellung) gewonnen werden kann.

Die Strahlenbelastung ist bei der CTA relativ hoch, so dass sie in erster Linie erst nach  alternativen strahlungsarmen oder strahlungsfreien Untersuchungsmethoden eingesetzt wird.

Die Magnetresonanz-Angiographie (MRA) ist eine moderne Untersuchungsmethode, die detailgenaue Aufnahmen des menschlichen Blutgefäßsystems ermöglicht. Zur Untersuchung wird der Patient in einer von einem sehr starken Magnetfeld umgebenen Röhre gelagert, die bei Geräten der neueren Generation eine Weite von bis zu 70 cm bietet. Die im menschlichen Körper am häufigsten vorkommenden Atomkerne des Wasserstoffs (Protonen) werden dabei in gleicher Richtung ausgerichtet und können dann über spezielle Radiowellen gezielt angeregt werden. Während der Aufnahme wird über eine Armvene ein Kontrastmittel injiziert, die vom Körper zurückgesendeten Signale werden von einem leistungsstarken Computersystem zu Übersichtsaufnahmen des Blutgefäßsystems umgewandelt. Durch diese Untersuchungstechnik kann in den meisten Fällen auf eine für den Patienten belastendere invasive Katheterangiographie verzichtet werden.

Vorbereitung und Durchführung der MRA
Da der Patient sich während der Untersuchung in einem starken Magnetfeld befindet, müssen metallische Gegenstände, wie z.B. Schlüssel, Münzgeld, Feuerzeug, Uhr, Brille, Schmuck, Gürtel oder magnetempfindliche Dinge wie Kredit- und Scheckkarten oder auch ein Hörgerät abgelegt werden.
Während der Messzeit im MR-Gerät, die von einem technisch nicht vermeidbaren Schaltgeräusch (Klopfen) begleitet ist, soll der Patient ruhig und entspannt liegen, da jede Bewegung Störungen im Bild verursacht und so die Untersuchungszeit verlängert. Durchschnittlich dauert die Aufnahmezeit ca. 20 Minuten im Gerät. Wegen der nachfolgenden aufwändigen Bildnachverarbeitung dauert es danach nochmals ca. 20 Minuten, bis die Aufnahmen endgültig zur Befundung vorliegen.

Risiken und Nebenwirkungen der MRA
Die Untersuchung ist nicht geeignet für Träger von Herzschrittmachern oder Innenohr- Implantaten. Bei Metallfremdkörpern wie z.B. einem Gelenkersatz, Metallsplitter, Gefäßstützen (Stents), Klipps nach Operationen und bei Schwangerschaft muss in Einzelfällen entschieden werden, ob eine MRA möglich bzw. sinnvoll ist. Bei schweren Nierenfunktionsstörungen kann die Untersuchung mit Kontrastmittel nicht durchgeführt werden. Zum Teil ist aber eine Gefäßdarstellung ohne Kontrastmittel möglich.

Die Katheterangiographie ist eine Art der Röntgenuntersuchung zur Darstellung von Blutgefäßen in sämtlichen Körperregionen. Hierzu wird über einen Katheter in das betreffende Gefäß Kontrastmittel gespritzt. Anschließend wird die Verteilung mit Röntgenstrahlen sichtbar gemacht und in kleinen Filmsequenzen aufgezeichnet.
Im Vergleich zu den schonenderen nicht-invasiven stellt die Katheterangiographie die einzige Methode dar, bei der während der gleichen Untersuchung auch eine Behandlung, wie z.B. die Aufweitung eines Gefäßes durch einen Ballon, möglich ist. Insbesondere bei schwer kranken Patienten, die nicht operationsfähig sind, stellt dieses Verfahren oft die einzig mögliche Behandlungsalternative dar.

Durchführung der Katheterangiographie
In einem ausführlichen Vorgespräch werden Durchführung, Risiken und therapeutische Alternativen eingehend erörtert. Der Eingriff selbst erfolgt nach Lokalanästhesie über eine Gefäßpunktion in der Leiste und ist nahezu schmerzfrei. Eine zur Gefäßdarstellung optimierte und strahlensparende digitale Durchleuchtungseinheit erlaubt eine exakte Darstellung und Analyse der Gefäßsituation und ist Voraussetzung für die sichere Durchführung der Intervention. Die Eingriffsdauer liegt in der Regel bei ca. 45 Minuten. Nach dem Eingriff schließt sich, je nach Art und Umfang der Intervention, eine Nachbeobachtung für 6–24 Stunden an. Zur Sicherheit der Patienten wird am Folgetag eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt zur Kontrolle des Therapieerfolgs und zum frühzeitigen Ausschluss etwaiger Komplikationen.

Risiken und Nebenwirkungen der Katheterangiographie
Die Untersuchung ist nicht geeignet für Patienten, die unter einer höhergradigen Einschränkung der Nierenfunktion, einer Jod- oder Kontrastmittelallergie oder an Blutgerinnungsstörungen leiden. Diese Risiken werden im ärztlichen Vorgespräch erfragt, so dass gegebenenfalls andere Diagnoseverfahren gewählt werden. Wegen der, wenn auch relativ geringen Strahlenbelastung, kommen immer öfter strahlungsfreie Untersuchungsmethoden zum Einsatz.

Andere Anwendungsformen der Katheterangiografie
Die Katheterangiografie kommt auch bei anderen Verschlusserkrankungen der Arterien zum Einsatz, nämlich bei der Stenose der Halsschlagader und der Stenose der Nierenarterien.

In Abhängigkeit vom Erkrankungsbild kommen medikamentöse, konservative, gefäßchirurgische und minimalinvasive Therapieverfahren zur Anwendung. Häufig werden die Verfahren auch miteinander kombiniert. Die minimalinvasive Gefäßtherapie hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Dabei kommen vorwiegend Ballonkatheter und metallische Gefäßprothesen, sogenannte Stents, zur Anwendung. Die ständige Optimierung der verfügbaren Materialien hat neben einer Verbesserung der Langzeitresultate dazu geführt, dass nun auch langstreckige und komplexe Gefäßverschlüsse durch minimalinvasive Eingriffe auf dem Gefäßweg behandelt werden können. Vielen Patienten kann durch diese, in aller Regel ambulant durchführbare Therapie, ein mitunter aufwendiger und risikoreicher gefäßchirurgischer Eingriff erspart werden.

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