Digitales Röntgen

Diese Untersuchung finden Sie an folgenden Standorten: Dortmund-Innenstadt, Dortmund-Hörde, Dortmund-Kirchlinde, Castrop-Rauxel, Hagen, Herdecke

Das Röntgenverfahren wird seit mehr als 100 Jahren in der Medizin angewandt. Mit Hilfe von Röntgenstrahlen werden unter­schiedliche Körperregionen und -gewebe bildlich dargestellt. Es wird zur Diagnostik verschiedener Krankheiten der Organe und des Bewegungsapparates eingesetz.

Röntgenaufnahme von Hand und Thorax (mit sichtbarem Herzschrittmacher).

Bei Röntgenstrahlen handelt es sich um elektromagnetische Wellen, die in einer Röntgenröhre entstehen. Sie haben die Eigenschaft, den menschlichen Körper zu durchdringen, wobei sie je nach Dichte und Dicke sowie nach Zusammensetzung der Gewebe in der zu untersuchenden Region abgeschwächt werden. In der Medizin werden Röntgenstrahlen künstlich erzeugt. Sie kommen jedoch auch als natürliche Bestandteile des Sonnenlichtes oder als kosmische Höhenstrahlung vor. So entspricht beispielsweise ein Transatlantikflug ungefähr der Dosis, die bei einer Röntgenaufnahme der Lunge in zwei Ebenen entsteht.

Beim digitalen Röntgen werden die Bilder elektronisch gespeichert und bearbeitet. Dadurch kann die Strahlendosis erheblich reduziert werden (bis zu 70 %). Zudem ist die Bildqualität erheblich besser als beim herkömmlichen Röntgen; so können Details vergrößert oder aufgehellt werden. Fehlbelichtungen, die eine Wiederholung der Aufnahme notwendig machen, sind so gut wie ausgeschlossen. Die Archivierung mit modernen Systemen ermöglicht den jederzeitigen schnellen Vergleich mit früheren Bildern sowie den elektronischen Versand an den behandelnden Arzt.

Eine spezielle Vorbereitung für die Untersuchung ist nicht nötig. Sofern der Patient nüchtern sein muss (z. B. bei Magen-Darm-Röntgen), wird er im Vorfeld entsprechend informiert. In der Umkleidekabine wird die Kleidung, die die zu untersuchende Körperregion bedeckt, sowie Ketten, Uhren, Ringe und andere metallische Gegenstände, abgelegt. Anschließend erfolgt mit Unterstützung einer Assistentin die Lagerung im Röntgenraum. Die Strahlung wird ausschließlich auf das zu untersuchende Körperteil eingeblendet. Häufig werden Aufnahmen aus unterschiedlichen Einfallswinkeln benötigt, so dass der Patient entsprechend umgelagert wird. Während des Belichtens darf das Körperteil nicht bewegt werden. Für die Untersuchung bestimmter Organe muss ein Kontrastmittel verabreicht werden.

Bei Untersuchungen des Magen-Darmtrakts werden diese Mittel oral verabreicht. Für die bildliche Darstellung der Nieren und ableitenden Harnwege, der Gallenwege oder der Blutgefäße werden die Kontrastmittel intravenös gegeben. Sie sind in aller Regel gut verträglich, so dass allergische Reaktionen äußerst selten sind.

Röntgenuntersuchungen können prinzipiell bei jedem Patienten durchgeführt werden, so dass grundsätzlich keine Kontraindikationen bestehen. Ausnahme ist eine vorliegende Schwangerschaft. Hier darf nur dann geröntgt werden, wenn die Diagnostik für eine lebenswichtige Therapie der Mutter zwingend erforderlich ist.

Bei Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmittel soll der Patient das MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock & Partner im Vorfeld über mögliche Vorerkrankungen (Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Allergien, schwere Nierenerkrankungen etc.) informieren.

Alle diagnostischen Röntgenuntersuchungen unabhängig von der Körperregion liegen in einem relativ niedrigen Dosisbereich. Auch mehrfache Untersuchungen über das Jahr verteilt gelten als unbedenklich. Bei starker Häufung (z.B. über Jahre hinweg mehrere Male pro Monat) muss das Risiko individuell eingeschätzt werden, das abhängig von der untersuchten Region und der medizinischen Notwendigkeit ist.

Daher ist es wichtig, dass die Patienten Ihren Röntgenpass gut aufbewahren und bei jeder neuen Untersuchung vorlegen, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Bereits früher erstellte Röntgenbilder sollten, falls möglich, zur Untersuchung mitgebracht werden.

Im Gespräch mit den Radiologen wird abgeklärt, ob es strahlungsarme oder strahlungsfreie Untersuchungsmethoden für das betreffende Beschwerdebild gibt.

Die wichtigsten Anwendungsbereiche des digitalen Röntgens sind:

  • Herz-Thorax-Röntgen (z.B. Abklärung von Lungen- und Rippenfellentzündungen,
  • Geschwülste der Bronchien),
  • Magen-Röntgen (z.B. Abklärung von Geschwüren, Gastritis, Zwerchfellbruch),
  • Dickdarm-Röntgen (z.B. Abklärung von Entzündungen, Polypen oder Geschwüren),
  • Röntgen der Nieren und ableitenden Harnwege (z.B. Diagnostik von Steinen),
  • Röntgen der Arm- und Beinvenen (z.B. Nachweis von Blutgerinnseln),
  • Skelettaufnahmen (z.B. Abklärung von Knochenbrüchen, Knochenveränderungen, Arthritis, Fehlhaltungen von Gelenken).
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