Mammographie Screening erkennt Brustkrebs frühzeitig

Programmverantwortlicher Arzt, Prof. Dr. Uhlenbrock, zu Ihren Fragen

Brustkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrank­ungen bei Frauen in Deutschland. Seit 2005 wird für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren im Abstand von zwei Jahren ein (kostenloses) Mammo­graphie-Screening angeboten. Daran nehmen auf freiwilliger Grundlage alle Frauen teil, die keine Beschwerden bzw. Auffälligkeiten haben. Ziel dieses Screenings ist, die Früh­er­kennung von Brust­krebs und anschließende schnelle und erfolgreiche Behandlung.

Das Mammographie-Screening ist immer mal wieder großes Thema in der Presse. Einige Experten zweifeln den Sinn des Screenings an und behaupten, es sei absolut unnütz bzw. eher schädlich. Stimmt das?

Prof. Dr. Uhlenbrock: Auf gar keinen Fall. Manche Medien tendieren dazu einseitig Studien zu zitieren, die diese Aussagen angeblich belegen. Häufig lassen sich diese Daten aber nicht auf die Situation in Deutschland übertragen. Unser Screening-Programm ist noch relativ neu, dass heißt, es wird noch dauern bis wissenschaftliche Auswertungen vorliegen. Allerdings kann man jetzt schon die ersten Evaluations- und Qualitätsberichte unter www.mammo-programm.de anschauen. Diese Auswertungen belegen bereits, wie wertvoll das Screening-Programm ist.

Kann man sich nicht einfach zur Mammographie überweisen lassen? Das ist doch die gleiche Untersuchung!

Prof. Dr. Uhlenbrock: Oh nein, dass ist es nicht. Das Mammographie-Screening sichert hohe Qualität, modernste Technik, erfahrene Ärzte zu. Jede Mammographie-Aufnahme wird von mindestens zwei speziell geschulten Fachärztinnen oder Fachärzten begutachtet. Die verantwortlichen Ärzte und Befunder des Screening-Programmes müssen erst eine Anzahl von Qualifikationen erfüllen, bevor sie als befundender Arzt im Screening-Programm teilnehmen können. Sie müssen als Nachweis ihrer Qualifikation zum Beispiel pro Jahr Bilder von wenigstens 5.000 Frauen auswerten.

Was Frauen, die zum Screening eingeladen werden, nicht immer bewusst ist, ist eben die Garantie dieses hohen Qualitätsstandards, wenn sie am Screening-Programm teilnehmen. Die Untersuchungen finden nur in Screening-Einheiten statt, die auf die Mammographie spezialisiert und zertifiziert sind. Eine Mammographie-Untersuchung kann ähnliche Anforderungen erfüllen. Eine Garantie dafür gibt es nicht.

Was passiert im Falle einer Auffälligkeit, wird dann gleich die Brust amputiert?

Prof. Dr. Uhlenbrock: Es wäre katastrophal, wenn das so wäre! Das Gegenteil ist der Fall. Aus dem Zufallsprinzip hat sich jetzt ein hoher Qualitätsmaßstab entwickelt. Karzinome werden sehr viel häufiger in einem frühen Stadium gefunden als vor dem Screening. Es kann sehr früh therapiert werden, d. h. betroffene Frauen erhalten weniger belastende Therapien mit Brusterhaltung und Bestrahlung. Gleichzeitig werden Chemotherapien seltener notwendig und die Prognose ist meist besser.

Warum wird das Screening denn immer wieder in Frage gestellt?

Prof. Dr. Uhlenbrock: Was starken Kontrollen und Qualitätsstandards unterliegt, wird regelmäßig hinterfragt. Das sollte auch so sein. Probleme verursachen eher Berichterstattungen, die einige Informationen falsch oder unvollständig wiedergeben. Das schürt Ängste und führt zu Unsicherheiten. Fakt ist, die Entscheidung zur Teilnahme am Screening ist freiwillig. Jede Frau sollte sich aber im Vorfeld genau informieren ggf. Fragen stellen. Gute Ansprechpartner sind z. B. Frauenärzte oder diejenigen, die im Screening-Programm tätig sind. Unsicherheiten und unbegründete Ängste lassen sich im Vorfeld klären. Fragen zu stellen, ist auf jeden Fall besser als aus Angst oder aufgrund von Falschinformationen auf das Screening zu verzichten. Fakt bleibt, das Mammographie-Screening-Programm ist derzeit die beste und vor allem die sicherste Methode der Brustkrebs-Früherkennung.

Mammographie Screening ist ausgesprochen wertvoll

In Deutschland ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Um Betroffene frühzeitig und schonend behandeln zu können, wurde das Mammographie-Screening-Programm ins Leben gerufen. Im Abstand von zwei Jahren werden Frauen zwischen 50 und 69 automatisch zum Mammographie Screening eingeladen. Die Teilnahme am Mammographie-Screening ist freiwillig und natürlich kostenfrei. Durch die Mammographie lässt sich Brustkrebs schneller und früher erkennen, wodurch die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung steigen.

Einer der Gründe wieso viele Frauen die Mammographie in Anspruch nehmen, ist die sichere Diagnose. Es gibt erste Auswertungen, die belegen, wie erfolgreich das Programm hierzulande bereits ist. Dabei unterscheidet sich das Mammographie Screening deutlich von anderen Untersuchungen dieser Art. Es besticht durch eine hohe Qualität und zeichnet sich darüber hinaus durch moderne Technik aus. An dem Mammographie Screening nehmen nur erfahrene Ärzte teil. Zwei geschuldete Fachärzte werten die Aufnahmen aus und stellen unabhängig voneinander den Befund. Bevor die Ärzte an dem Mammographie Screening teilnehmen können, müssen sie entsprechende Qualifikationen erfüllen. Hierfür müssen sie jährlich beispielsweise Bilder von mindestens 5000 Frauen auswerten.

Hoher qualitativer Standard

Es ist gerade ein hoher qualitativer Standard des Mammographie Screenings. Anders als bei sonstigen Früherkennungsuntersuchungen findet eine organisierte Durchführung statt. Diese hohen Qualitätsstandards sind vielen Frauen, die sich gegen das Programm entscheiden, nicht bewusst. Dank des Mammographie Screenings ist es heute möglich, Karzinome schon in einem sehr frühen Stadium auszumachen. Dadurch kann auch die Therapie deutlich früher beginnen und fällt dann oftmals auch weniger belastend aus. Auch hierbei handelt es sich um einen entscheidenden Vorteil. Wenn durch frühe Diagnosen auf das Screening eine Brustamputation vermieden werden kann, empfinden das die Frauen als Nutzen. Auch wenn keine Chemotherapie nötig ist, weil der Tumor gefunden wird, wenn er noch kleiner als einen Zentimeter ist, empfinden Frauen das als Vorteil.

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