Brachytherapie

(Kurzdistanztherapie)

Diese Untersuchung finden Sie an folgenden Standorten: Dortmund-Hörde, Dortmund-Brackel

Brachytherapie, auch interne Strahlentherapie oder Kurzdistanztherapie genannt, ist eine Form der Strahlentherapie, bei der eine Strahlenquelle innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu bestrahlenden Gebietes im Körper platziert wird.  

Die Brachytherapie wird häufig als eine wirksame Behandlungsmethode für Krebserkrankungen der Gebärmutter, der Speiseröhre, der Luftröhre, der Prostata, der Brust und der Haut eingesetzt. Sie kann auch zur Tumorbehandlung an vielen anderen Körperstellen verwendet werden. Brachytherapie kann allein oder in Verbindung mit anderen Therapieformen, zum Beispiel mit einer Operation, externer Strahlentherapie und Chemotherapie eingesetzt werden.

Die Strahlenquellen werden direkt am Ort der Krebsgeschwulst platziert die Strahlenbelastung für gesundes und von den Strahlenquellen weiter entfernt liegendes Gewebe stark reduziert. Bevor radioaktive Substanzen zugeführt werden können, müssen Applikatoren (Führungen) in das Behandlungsgebiet eingebracht und in Übereinstimmung mit der ersten Planung korrekt positioniert sein.

Zur genauen Planung vor Durchführung einer Brachytherapie findet eine gründliche klinische Untersuchung statt, um Klarheit über die besonderen Merkmale des Tumors zu gewinnen. Ergänzend werden eine Reihe von bildgebenden Verfahren angewandt, um die Form und Größe des Tumors und seine Beziehung zu den umgebenden Geweben und Organen sichtbar zu machen.

Mit diesen Informationen wird dann ein Plan zur optimalen Verteilung der Strahlenquellen entwickelt. Dies schließt die Überlegung ein, wie die Applikatoren, die genutzt werden, um die Strahlenquelle in das Behandlungsgebiet zu führen, platziert und positioniert sein sollen.

Vorbereitungen der Patienten

Wenn die Brachytherapie, beispielsweise beim Einsetzen von Seeds in die Prostata in Vollnarkose erfolgt, sind alle Regeln vor operativen Eingriffen (nüchtern, nur Trinken von Wasser) zu beachten.

Einbringen der Applikatoren

Die Applikatoren selbst sind nicht radioaktiv. Die jeweilige Art des benutzten Applikators ist von der zu behandelnden Krebsart und den Eigenschaften des Tumors abhängig. Diese erste Planung hilft dabei sicherzustellen, dass während der Behandlung Unterdosierungen („cold spot“ = kalte Stelle) und Überdosierungen („hot spot“ = heiße Stelle) vermieden werden. Diese könnten zu einem Behandlungsmisserfolg oder Nebenwirkungen führen.

Üblicherweise werden bildgebende Techniken wie Röntgen, Durchleuchtung und Ultraschall benutzt, um den/die Applikator(en) an seine/ihre jeweils korrekte Position zu führen Ebenso können CT- oder MRT-Aufnahmen verwendet werden. Sind die Applikatoren eingeführt, werden sie an ihrer korrekten Position mittels Annähen oder Klebestreifen fixiert, um eine Positionsänderung zu verhindern. Nachdem sicher ist, dass die Applikatoren korrekt platziert sind, können weitere bildgebende Verfahren zwecks Behandlungsplanung eingesetzt werden.

Einbringen der Strahlenquellen

Meistens wird die Afterloading-Technik angewandt. Das bedeutet, dass – nach exakter Platzierung der nicht-radioaktiven Applikatoren (z. B. in die Gebärmutter oder die Prostata) –Strahlenquellen zugeführt („nachgeladen“) werden. Bei manuellem Nachladen wird die Strahlenquelle handläufig in den Applikator eingebracht. Wegen des Risikos einer Strahlenbelastung des Klinikpersonals wird die Afterloading-Technik bevorzugt. Ferngesteuerte Afterloading-Systeme bieten dem medizinischen Personal Schutz vor Strahlenbelastung, da die Strahlenquelle in einem abgeschirmten Tresor gesichert ist.

Wenn die Applikatoren korrekt im Patienten positioniert sind, werden sie durch eine Reihe von Ausfahrschläuchen an das Afterloading-Gerät angeschlossen, das die Strahlenquelle enthält. Der Behandlungsplan wird an das Afterloading-Gerät gesendet, das dann das Einbringen der Strahler durch die Ausfahrschläuche in die zuvor festgelegten Positionen im Applikator überwacht. Dieser Prozess wird erst gestartet, nachdem das Personal den Behandlungsraum verlassen hat. Die Strahlenquellen verbleiben entsprechend dem Behandlungsplan für eine bestimmte Zeitdauer an der jeweiligen Position. Anschließend werden sie über die Ausfahrschläuche zum Afterloading-Gerät zurückgezogen.

Zum Ende der Brachytherapie-Behandlung werden die Applikatoren vorsichtig aus dem Körper entfernt.

Im Allgemeinen stellt diese Behandlungsform keine Belastung für die Patienten dar. So kann die Brachytherapie in der Regel ambulant durchgeführt werden.

Der Patient sollte jedoch nach der Behandlung von einer Begleitperson abgeholt werden.

Die SEED-Implantation oder Low-Dose-Rate oder Prostata-Spickung erfolgt unter Vollnarkose. Die Seeds, kleine radioaktiv markierte Stifte, werden über Führungsdrähte in die Vorsteherdrüse eingestochen und nach exakter Planung dort abgelegt. Bis die Radioaktivität abgeklungen ist, vergehen ungefähr drei Monate.

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