Mammographie-Screening

Programm zu Früherkennung von Brustkrebs

Diese Untersuchung finden Sie an folgenden Standorten: Dortmund-Innenstadt, Dortmund-Hörde

Für Frauen von 50–69 Jahren steht in Deutschland ein gesetzliches Früherkennungsprogramm, das Mammographiescreening zur Verfügung. Daran nehmen auf freiwilliger Grundlage alle Frauen teil, die keine Beschwerden bzw. Auffälligkeiten haben.

Wir raten allen Frauen in dieser Altersgruppe zur Teilnahme, da es sich um ein gut organisiertes Programm auf höchster Qualitätsstufe handelt.

Für Frauen mit Beschwerden oder einem unklaren Tastbefund sollte in jungen Jahren zunächst der Ultraschall, bei allen Älteren die Mammographie zur Anwendung kommen. Über zusätzliche ergänzende Untersuchungen entscheidet dann Ihr behandelnder Arzt nach Rücksprache mit Ihnen. Eventuell wird man bei bekannt dichter Brust und Narbengewebe primär bereits eine Tomosynthese durchführen.

Untersuchung der weiblichen Brust

Sehr viele Frauen haben im Laufe ihres Lebens Beschwerden in der Brust. In vielen Fällen handelt es sich um harmlose Veränderungen, wie Zysten (flüssigkeitsgefüllte Knoten) oder Bindegewebsknoten, allerdings erleidet auch jede 9. Frau in Deutschland eine Brustkrebserkrankung. Nach wie vor stirbt jede 4. Frau an den Folgen dieser Krebserkrankung. Aus diesem Grund haben Untersuchungen der weiblichen Brust heute in Deutschland einen hohen Stellenwert.

Welche Verfahren stehen zur Verfügung?

Für jüngere Patienten ist der Einsatz des Ultraschalls als erstes Verfahren sinnvoll. Das feste und dichte Brustdrüsengewebe kann mittels Ultraschall besser durchdrungen werden als mit der Mammographie.

Bei Frauen ab etwa 40 Jahren ist die Mammographie als Erstuntersuchung geeignet. Sie bietet einen guten Überblick und hohe Genauigkeit. 90-95 Prozent aller Tumore lassen sich bei Frauen über 50 Jahren damit erkennen. Jedoch ist nicht in allen Fällen eine sichere Zuordnung (gut- oder bösartig) damit möglich. Kann man eine Untersuchungsstelle eingrenzen, stellt der Ultraschall wiederum eine gute Ergänzung dar.

Im Einzelfall lässt sich die Mammographie auch gut durch eine Schichtuntersuchung (Tomosynthese genannt) ergänzen. Die für diese Untersuchung erforderlichen Spezialgeräte werden im Raum Dortmund bislang nur vom MVZ Uhlenbrock eingesetzt. Das MVZ Prof. Dr. Uhlenbrock & Partner verwendet das Verfahren - das Schichtaufnahmen in 1 mm Dicke erlaubt - besonders bei dichtem Gewebe und nach Operationen.

Durchführung der Mammographie

Die Mammographie ist ein einfach durchzuführendes Verfahren. Sie kann als etwas unangenehm empfunden werden, weil die Brust komprimiert wird. Ihre untersuchende Assistentin wird aber mit Ihnen besprechen, was sie tolerieren können und ab wann eine Kompression unangenehm wird. Die Kompression dauert jeweils nur wenige Sekunden, nach der Anfertigung der Aufnahme löst sich die Kompression automatisch und unmittelbar.

Nachdem die Assistentin Sie genau ausgerichtet, also Ihren Arm und Ihre Schulter positioniert hat, werden grundsätzlich von jeder Seite zwei Aufnahmen angefertigt. Der gesamte Vorgang dauert inklusive der Einstellung nur wenige Minuten.

Risiken der Mammographie

Die Mammographie ist ein risikoarmes Verfahren. Da es auf der Verwendung von Röntgenstrahlen beruht, ist das Risiko in der Strahlenbelastung zu sehen, die aber sehr gering ist, nicht höher als die natürliche jährliche Strahlenbelastung. Es gibt viele Berechnungen auch von Organen der UNO (Weltgesundheitsorganisation), die belegen, dass diese Untersuchungen kein übermäßiges Strahlenrisiko tragen.

Das Mammographie-Screening-Programm

  • Das Mammographie-Screening ist die derzeit sicherste Methode, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen.
  • Die im Screening eingesetzten Geräte werden täglich von Medizin-Physikern kontrolliert.
  • Die Daten der Mammographieaufnahmen werden permanent überprüft und ausgewertet.
  • Die Untersuchung selber wird von speziell geschultem medizinischen Personal durchgeführt.
  • Zwei Fachärzte werten die Aufnahme Ihrer Brust getrennt voneinander aus.
  • Auffälligkeiten werden in einem Fachärzteteam besprochen. 
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