Bestimmung des Hirnvolumens

Eine ganz neue Software ermöglicht die Bestimmung des Hirnvolumens. So kann ein Gewebeverlust etwa bei Multipler Sklerose (MS) oder einer Demenz nachgewiesen werden. Dadurch werden neue Maßstäbe in der Früherkennung von MS oder Alzheimer gesetzt.

Die Früherkennung einer Demenz stellt nach wie vor eine Herausforderung für die Ärzte dar. Es gibt zu Beginn der Erkrankung relativ wenig sichere Kriterien. Die Abgrenzung zu einer normalen Alterung ist schwierig (z.B. Gedächtnisverlust normal/krankhaft), deshalb wird häufig auf die Kernspintomographie als diagnostisches Verfahren zurückgegriffen, um zum einen eine Demenz von anderen Erkrankungen des Gehirns abzugrenzen, zum anderen sich ein Bild vom Schweregrad der Erkrankung zu machen. Ziel ist es, einen vorzeitigen Abbau des Hirnvolumens als Hinweis auf eine Demenz nachzuweisen oder auszuschließen.

Allerdings geschieht dieser Abbau nicht rasch und gleichmäßig, sondern beginnt sehr subtil in besonderen zum Teil kleinen Regionen des Gehirns und wird zumeist erst zu einem späteren Zeitpunkt der demenziellen Erkrankung augenfällig.

Die Kernspintomographie wird hinsichtlich der Veränderungen spezieller Hirnregionen ausgewertet, man betrachtet das Volumen des gesamten Gehirns, insbesondere aber Veränderungen einzelner spezieller Abschnitte. Diese Volumenabschätzung wurde bisher allerdings nur visuell vorgenommen. Es kam zu einer Bewertung des Hirnvolumens im Vergleich zu einem Normalbefund.

Diese Abschätzung ist sehr stark von der subjektiven Betrachtung und Erfahrung des jeweiligen Radiologen abhängig. Denn kleinere, altersabhängige Volumenreduktionen sind völlig normal.

Ab wann ist also eine Volumenreduktion des Gehirns nicht mehr normal?

Diese Frage wird unter Umständen von drei Radiologen, wenn man ihnen eine Hirnuntersuchung vorlegt, dreimal anders beantwortet.

Dieses Problem hat Software-Firmen bewogen, eine quantifizierende Auswertungssoftware zu entwickeln, die jetzt eine genaue Aussage in Abgrenzung zu Normalbefunden erlaubt. Diese Software-Systeme erlauben sogar eine Quantifizierung der einzelnen Hirnabschnitte, so dass wir eine Volumenbestimmung bis in die kleinsten Abschnitte des Gehirns vornehmen und diese Volumenbestimmung mit einem Normalkollektiv vergleichen können. Somit lässt sich in Zukunft sehr exakt festlegen, inwieweit eine Hirnregion einen normalen, altersgemäßen oder einen darüber hinausgehenden krankhaften Hirnabbau zeigt.

Ferner ermöglicht die Software eine Bestimmung des Gewebeverlusts bei Multipler Sklerose (MS) in der klinischen Versorgung. Entzündungsherde sind gut erkennbar, und sofern Verlaufsdaten eines Patienten vorliegen, kann die Volumenveränderung präzise berechnet und bestimmt werden, inwieweit der Gewebeverlust krankheitsbedingt ist.

Leider ist diese Auswertung bisher noch keine Kassenleistung und muss separat im Rahmen einer individuellen Vereinbarung abgerechnet werden. 'Die Kosten für diese gesonderte Auswertung betragen 60 €, die in jedem Fall gut angelegt sind.

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