Röntgenreizbestrahlung
Bei der Röntgenreizbestrahlung (Orthovolttherapie) handelt es sich um ein Therapieverfahren zur Behandlung von entzündlich/degenerativen Erkrankungen von Gelenken und benachbarten Weichteilen. Typische Beispiele für diese Erkrankungen sind Verschleißerscheinungen der Schultergelenke, zum Teil einhergehend mit Sehnenentzündungen und -verkalkungen, schmerzhafte Fersensporne, Reizzuständen der Achillessehne oder des Ellenbogens (sog. Tennisarm) und Verschleiß (Arthrose) im Bereich der Hände, z.B. der Daumensattelgelenke.
Bei der Röntgenreizbestrahlung wird der erkrankte Bezirk mit einer niedrig dosierten Röntgenbestrahlung mehrfach behandelt, wobei die Einzelbestrahlung in der Regel nur etwa 20 Sekunden dauert. Durch die Bestrahlung kommt es zu einer Rückbildung der entzündlichen Veränderungen im erkrankten Areal und somit auch der Schmerzsymptome, wobei allerdings berücksichtigt werden muss, dass die vollständige Wirkung der Behandlung erst mit einer Verzögerung von zum Teil mehreren Wochen einsetzt.
Die Dosis der Bestrahlung ist äußerst gering und nicht mit der hohen Dosis vergleichbar, wie sie zum Beispiel bei der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden muss, so dass es auch nicht zu einer Strahlenschädigung zum Beispiel der Haut kommt. Auf diese Weise kann in einem sehr hohen Prozentsatz eine dauerhafte Besserung der Beschwerden erreicht werden, auch wenn andere Therapieverfahren vorher versagt haben.
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